Gutes und schlechtes Webdesign erkennen

Damit eine Homepage aus Sicht des Benutzers attraktiv erscheint, muss sie vor allem hochwertige Inhalte bieten. Neben dem Content muss aber auch die Verpackung stimmen. Gemeint ist hiermit ein inhaltlich abgestimmtes Design (“das Gesamtbild muss stimmig sein”) sowie ein Höchstmaß an Benutzerfreundlichkeit (“Don’t make me think”).

Zu welchen schrecklichen Ergebnissen eine Missachtung dieser Grundregeln führt, kann man bei Websitesthatsuck.com nachvollziehen. Hierbei handelt es sich um eine der bekanntesten Link-Sammlungen zum Thema schlechtes Webdesign, frei nach dem Motto: “Learn good design by looking at bad design!” Doch Vorsicht! Gemäß einer britische Studie kann das Konsumieren von schlechtem Webdesign zu ernsten gesundheitliche Folgen führen, von Augenflickern, Muskelzittern und rasendem Puls ist da etwa die Rede. Schmöckern Sie bei Websitesthatsuck.com also nur unter ärztlicher Aufsicht;-)

Lernen kann man aber vor allem von positiven Beispielen. Galerien, die man als Inspirationsquellen heranziehen kann, sind im Netz reichlich vorhanden, wie z. B. Design Shack. Verzeichnisse dieser Art helfen allerdings primär vor allem in der grundlegenden Konzeptionsphase, in der noch unklar ist, wohin die Reise eigentlich geht.

Interessanter sind meiner Einschätzung nach Kollektionen, die sich bestimmte Designelemente der Websites herausgreifen und kategorisieren. Nehmen wir mal an, Sie suchen eine Inspiration für das Gestalten einer außergewöhnlichen Navigation oder einer 404-Fehlerseiten. Dann ist es natürlich sehr viel effizienter, sich gezielt durch die entsprechende Kategorie durchzuklicken. Drei Kataloge dieser Art möchte ich Ihnen ans Herz legen:

  1. Design Meltdown: Kategorisierung u. a. nach Gestaltungselementen, Effekten, Struktur usw.
  2. Pattern Tap: Kategorisierung u. a. nach Überschriften, Footern, Such-Eingabefeldern usw.
  3. MephoBox: Kategorisierung u. a. nach 404-Fehlerseiten, Navigationsmenüs, Formularen, Seitenpaginierungen usw.

Viel Spass beim Stöbern!

P.S.
Auch der Einsatz von Animationen sollte besser mit Bedacht gewählt sein:-)

Über Jens Kilgenstein

Ich bin seit über zehn Jahren im Bereich Webdesign tätig und betreue seitdem kleine und große Kunden bei der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten. → Zum Profil

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