Screenfly: Die Website auf verschieden Auflösungen betrachten

Screenfly ist ein recht neues Online-Tool, dass Webseiten-Entwickler beim sog. Cross-Browser-Check unterstützen soll. Laut Selbstbeschreibung, kann der Dienst eine Vielzahl von Gerätetypen und Auflösungen simulieren. Ich habe mir einmal angesehen, ob Screenfly eine sinnvolle Alternative zu den bekannten Cross Browser Test Angeboten darstellt.

Bedienung

Die Bedienung ist sehr einfach. Nach Eingabe der gewünschten URL wird die Webseite in einem simulierten Browserfenster angezeigt. Mithilfe einer Icon-Bar im unteren Bereiche lassen sich nun verschiedene Gerätetypen (Desktop, Tablet, Mobile, Television) auswählen, für die wiederum unterschiedliche Auflösungen zur Verfügung stehen. Außerdem lässt sich auch noch mit einem Klick vom Portrait- in den Landscape-Modus wechseln.

Funktionsweise und Bewertung

screenfly_geraetetypen_auswahl

Screenfly ruft die Seite nicht direkt, sondern über einen Proxy-Server auf. Durch diesen Zwischenschritt wird tatsächlich der entsprechende User-Agent vorgegaukelt, wodurch vorhandene Anpassungen an das jeweilige Anzeigemedium (z. B. über Stylesheets oder Media Queries), getestet werden können. Damit geht über reine Anpassung der Bildschirmauflösung hinaus, wie es viele rudimentäre Dienste lediglich anbieten. Allerdings bietet Screenfly keine vollständige Simulation der jeweiligen Endgeräte. Gerätespezifische Besonderheiten wie etwa die Skalierungsfunktion des Browsers oder der exakte Viewport werden leider nicht berücksichtigt. Insofern ist der Dienst für den ausgelobten Anwendungszweck mit großer Vorsicht zu genießen, da nur in den wenigsten Fällen das angezeigte mit dem realen Ergebnis übereinstimmen dürfte. Aus diesem Grund kann man Screenfly lediglich als nette Spielerei, jedoch nicht als ernsthaftes Hilfsmittel zum Testen der Browserdarstellung klassifizieren.

Dennoch ist Screenfly nicht komplett als nutzlos anzusehen. Dank der zahlreichen Auflösungsmodi, die sich mit einem Klick verändern lassen, kann man sich wunderbar die Bandbreite gängiger Bildschirmabmessungen verdeutlichen. Insoweit kann der Dienst eine gute Hilfestellung bei der Überlegung leisten, wie man die Elemente eine Website für unterschiedliche Gerätetypen optimal anordnet.

Über Jens Kilgenstein

Ich bin seit über zehn Jahren im Bereich Webdesign tätig und betreue seitdem kleine und große Kunden bei der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten. → Zum Profil

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