Software Paket für den lokalen Cross-Browser-Test

Wer regelmäßig die Darstellung seiner erstellten Websites auf verschiedenen Betriebssystem- und Browserversionen abtesten muss, landet früher oder später bei einem kostenpflichtigen Online-Dienst wie etwa BrowserCam. Aus Anwendersicht überzeugt bei diesen Anbietern nicht nur die Wartungsfreiheit, sondern auch die Vielzahl an Möglichkeiten. So ermöglichen die “besseren” Dienste sowohl das automatisierte Erstellen von Screenshot-Serien, wie auch den fallweisen Remote-Access. Dennoch sind diese Dienste nicht ohne Fehl und Tadel. Wer häufiger mit ihnen arbeitet, wird zumindest temporär immer mal wieder Zugangs- und Performanceprobleme feststellen. Und zumindest bei sensiblen Kundenprojekten steht man immer wieder vor der Frage, ob das Übermitteln der Inhalte an einen Dritten in der Entwicklungsphase vom Kunden überhaupt akzeptiert wird.

Eine Alternative stellen Programme für den heimischen PC dar, die vorkonfigurierte Testumgebungen Out-of-the-Box feilbieten. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Auswahl ist nicht annähernd so groß wie bei den bereits erwähnten Online-Diensten. Wer nicht selbst Hand anlegen möchte, und einen ähnlichen Komfort- und Funktionsumfang wie etwa bei BrowserCam sucht, findet z. Z. nur in dem Multi-Browser Viewer einen gleichwertigen Ersatz, der lokal installierbar ist.

Die Software liefert sämtliche Funktionalitäten, die für einen sinnvollen Cross-Browser-Test notwendig sind. Eine Möglichkeit stellen zahlreiche Browser dar, die als Standalone-Applikationen in einer Sandbox ausgeführt werden. Enthalten sind alle gängigen Browser in aktuellen und teilweise zurückliegen Versionen. So können Sie beispielsweise den Internet Explorer in der Version 6, 7 and 8 parallel auf Ihrem Rechner betreiben. Das Aufrufen ist kinderleicht. Im Tab “Standalone Browsers” erscheint eine Liste mit vorhandenen Browsern, und ein Klick auf das jeweilige Symbol startet ihn.

Eine andere Fähigkeit der Software ist das automatisierte Anfertigen von Screenshots. Voraussetzung hierzu ist, dass die Website über eine öffentliche URL erreichbar ist. Das Anfertigen der Screenshots erfolgt nicht auf lokaler Ebene, sondern über das Netzwerk des Herstellers. Das hat den Vorteil, dass zusätzlich noch auf unterschiedliche Betriebssysteme (Windows, Mac, Linux)) zurückgegriffen werden kann. Die Bedienung ist auch in diesem Punkt sehr einfach. Im Programm wählt man aus einer Liste die gewünschten Browserversionen und Betriebssysteme aus, gibt die gewünschte URL ein und klickt auf “Go”. Im mittleren Fenster erscheinen nach kurzer Zeit die angeforderten Screenshots, die sich mit einem Doppelklick vergrößern lassen.

Über Jens Kilgenstein

Ich bin seit über zehn Jahren im Bereich Webdesign tätig und betreue seitdem kleine und große Kunden bei der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten. → Zum Profil

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