Mobile Cross-Browser-Test: Gratis mit 1600 Handys surfen
Mobile Cross-Browser-Test: Gratis mit 1600 Handys surfen
Mobiles Surfen wird immer beliebter. Die Preise für das Surfen per Handy sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, gleichzeitig steigt die Übertragungsgeschwindigkeit weiter an. Ein Ende der Bandbreitensteigerung ist nicht abzusehen. Während beispielsweise O2 bereits im zweiten Halbjahr 2009 den UMTS-Turbo HSPA+ einführen möchte, setzt T-Mobile direkt auf den Nachfolger Long Term Evolution (LTE). Spektakuläre Endgeräte wie Apples iPhone fördern ebenfalls die Popularität. Insgesamt sollen nach einer Studie von TNS Infratest 16 Prozent der Deutschen Mobiles Internet im weiteren Sinne nutzen.
Als Webdesigner wird es deshalb in Zukunft immer wichtiger werden, seine Internetauftritte auch für Handynutzer zu optimieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, schließlich kann man sich ein Handy nicht einfach wie einen Internetbrowser direkt oder virtuell auf seinem Betriebssystem installieren. Auch das Vorhalten selbst der gängigsten Handys scheitert am Kostenaufwand.
Eine unkomplizierte Lösung dieses Problems bietet eine Test- und Validierungsumgebung für mobile Inhalte namens MITE (Mobile Interactive Testing Environment). Die Software aus dem Hause Keynote simuliert das Verhalten von sage und schreibe 1.600 Handys. MITE übermittelt den jeweiligen User-Agent-Header und den Browser des zu simulierenden Gerätes, und stellt erhaltenen XHTML-Code in einem eigenen “mobile browser” dar. Bedenken sollte man, dass diese Version lediglich eine Simulation ist. Die Darstellung auf dem echten Gerät ist natürlich abhängig vom Variablen wie dem Betriebssystem, der Browserversion oder den installierten Schriftarten. Dennoch eignet sich die Software sehr gut um erkennen von Problemen bei der Kompatibilität und den Größenverhältnissen.
Die Bedienung gestaltet sich simpel. Nach dem Programmstart klickt man auf “Browse”, gibt die URL der zur testenden Website ein und wählt das gewünschte Handy (Hersteller, Modell und User-Agent) aus. Nun können Sie in einem virtuellen Handydisplay surfen und Ihre Website auf Herz und Nieren prüfen. Mögliche Inkompatibilitäten können Sie so auf den ersten Blick erkennen. Alle Testergebnisse werden in einem Report festgehalten, welcher auch über aufgetretene Fehler beim CSS-Syntax oder Wartezeiten Aufschluss gibt.
Das Programm ist in einer kostenlosen und einer 5.000 Euro teuren Vollversion erhältlich. Die Free-Version ist an einigen Punkten eingeschränkt, und bietet insbesondere keine Möglichkeit zur Automatisierung oder Archivierung von Tests. Diese Funktionen sind allerdings auch nur bei kommerziellen Projekten wirklich notwendig. Um ein Gefühl zu bekommen, wie die eigene Website auf unterschiedlichen mobilen Betriebssystemen und Displaygrößen wirkt, und essenzielle Anpassungen vornehmen zu können, eignet sich die kostenlose Version auf jeden Fall.
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