Adobe Shadow: Live-Preview für Smartphones und Tabletts

Das Testen von Webseiten auf mobilen Endgeräten ist nach wie vor ein zeitaufwendiges Unterfangen. Adobe Shadow will diese Prozedur mit einem Programmpaket vereinfachen, welches das Spiegeln und Manipulieren von Websites in Echtzeit auf Smartphones und Tabletts ermöglicht. Die Software verbindet hierzu physisch vorhandene Smartphones und Tabletts mit einem Desktop-System via WLAN.

Das Softwarepaket Adobe Shadow besteht aus drei Teilen:

  1. Programm für Windows oder MacOS (Server-Komponente)
  2. App für iOS oder Android
  3. Google Chrome Erweiterung

Zunächst startet man die Server-Komponente, dann die gewünschte App. Diese zeigt ein Passwort an, welches in der Chrome Erweiterung abgefragt wird. Sobald die App vom Host registriert wurde, kann die Live-Verbindung etabliert werden. Von nun an können Sie auf dem Smartphone oder Tablet-PC genau die Website sehen, die gerade im Chrome geöffnet ist. Die Software spiegelt somit alle Aktivitäten, die der Benutzer im Chrom vormacht, benutzt allerdings den dem Gerät entsprechendem Viewport.

Das Hochladen auf einen Webserver bzw. das Betreiben eines lokalen Servers wird damit überflüssig. Ferner erspart man sich das zeitraubende Aufrufen und Aktualisieren der Webseiten per Touch-Interface auf den Endgeräten. Wenn man beispielsweise ein Smartphone und ein Tablett jeweils für iOS oder Android vor sich auf dem Schreibtisch liegen hat, kann man somit die Verhaltensweise der Webseite in 4 mobilen Endgeräten mit nur einem Klick nachvollziehen.

Doch damit nicht genug. Adobe Shadow ermöglicht es ferner, den Quelltext am mobilen Gerät zu editieren, ähnlich wie man es von Firebug kennt. Dadurch wird man in die Lage versetzt, den DOM beispielsweise vom IPad gezielt zu verändern und beliebig herumzuprobieren. Die Auswirkungen lassen sich Live bewerten, ohne den Quellcode zu überschreiben.

Fazit

Mithilfe von Adobe Shadow kann man in Echtzeit Webseiten auf mobilen Geräten mit Android oder iOS lokal testen, ohne die Finger von der Tastatur und Maus nehmen zu müssen. Schon mit einem sehr kleinen Pool an real vorhandenen Smartphones und Tabletts lassen sich so typische Probleme auf den gängigsten Betriebssystemen auf effiziente Art und Weise erkennen und lösen.

Über Jens Kilgenstein

Ich bin seit über zehn Jahren im Bereich Webdesign tätig und betreue seitdem kleine und große Kunden bei der Konzeption und Umsetzung von Webprojekten. → Zum Profil

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